Selektierte Lagenweine aus Halbturn (Neusiedlersee / Seewinkel / Österreich) 

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Weisswein Österreich


Weißwein Österreich - was kennzeichnet Weißwein im Allgemeinen?

Weißwein wird eine kühlende Wirkung nachgesagt, gleichzeitig schmeckt er oft leichter, fruchtiger und wird daher gerne im Sommer getrunken, pur oder gespritzt (ein "Spritzer", mit noch mehr Sodawasser ein "Sommerspritzer"). Diese Leichtigkeit nehmen wir richtig wahr - Weißwein hat durchschnittlich weniger Kalorien als Rotwein und hat manchmal auch weniger Alkoholgehalt, zudem wird er immer gekühlt getrunken. Seine Farbe erhält er rein durch die Herstellung, denn der Saft fast aller Traubensorten ist "weiß", auch der Trauben mit roter Haut - durch die Entfernung der roten Haut vor der Fermentation bleibt er weiß. Trotz dieser Tatsache gibt es nur wenige Weißweine, die aus roten Trauben gekeltert werden. In der Herstellung ist der Weißwein komplizierter, historisch gilt es als belegt, dass es zuerst Rotweine gab und erst später Weißweine. Weißwein ist auch der Grundwein für Schaumweine, wie beispielsweise Chardonnay, auch Dessertweine werden aus Weißwein gekeltert. Weißweine werden oft zu leichteren Speisen wie Fisch, Huhn, Salaten oder Gemüse genossen. 

Weißwein Österreich - welche Sorten wachsen bei uns?

In Österreich sind 26 Sorten zur Weißweinproduktion zugelassen, wir möchten hier ein paar Köstlichkeiten vorstellen:

Grüner Veltliner, das "Pfefferl" ist der Liebling Österreichs, auch im Ausland ist Österreich bekannt dafür (in Amerika wird er "Gruner" genannt), rund 1/3 der Rebfläche Österreichs ist für ihn reserviert. Wenn die Qualität stimmt, kann er auch gelagert werden, das können auch schon einmal zehn Jahre sein. Egal ob jung oder älter, er passt zu fast allen Speisen. Interessant ist auch, dass es noch viele andere Weinsorten gibt, die "Veltliner" im Namen enthalten, wie beispielsweise den Roten Veltliner - sie alle sind aber nicht mit ihm verwandt. In Österreich gibt es auch spezielle "Grüner Veltliner"-Regionen, wie z.B. die Wachau oder das Kremstal, wo der Grüne Veltliner besonders pfeffrig schmeckt. 

Der Welschriesling, gerne auch "Welsch" genannt, reift spät und ist nicht mit dem Riesling verwandt. Er ist einer der beliebtesten Weine für den Sommer und wird gerne mit Mineralwasser gespritzt, er wird teilweise aber auch für die Sektproduktion eingesetzt (ca. 7% der Anbaufläche). Woher er stammt, ist nicht sicher - aber das macht auch gar nichts, er schmeckt fruchtig, duftet nach frischem Heu und macht einfach Spaß. 

Sauvignon Blanc zählt zu den großen Weinsorten, er ist auf der ganzen Welt zu finden. Er schmeckt nach Kräutern, Gras und Paprika, manchmal auch Holunder oder Brennnessel. Er wird klassisch, aber auch im Barrique ausgebaut, hier braucht es allerdings viel Erfahrung und Gespür. Je nach Terroir variiert der Geschmack auch ein wenig, so lohnt es sich, durch die verschiedenen Geschmäcker durchzukosten, denn frisch und aufregend ist er immer!

Weißburgunder, auch Pinot Blanc oder Weißer Ruländer genannt gehört zu den Burgundersorten und ist seit dem 14. Jahrhundert bekannt. Dank des Zisterzienser-Ordens gelangte er auch nach Österreich und bereichert unseren Sortenreichtum. Er duftet nach Lindenblüten, die Farbe ist grünlich-gelb, der Geschmack harmonisch. Im Weingarten ist er recht unkompliziert, er hält Kälte gut aus, nur zu trockene Böden verträgt er nicht. Wir können ihn trocken genießen, es gibt aber auch Süßweine, die aus Weißburgunder hergestellt werden. In jedem Fall ist er ein eleganter und edler Wein.

Der weltbekannte Chardonnay hat viele Namen, vom Goldenen Weißburgunder über den Pinot Chardonnay bis zum Morillon (eine Variante, die es in der Steiermark gibt). Er gehört zu den Burgundern, woher der Name kommt, ist leider nicht ganz sicher. Aus ihm werden Champagner der feinsten Sorte produziert. Er duftet oft nach Apfel, hat eine kräftige, aber angenehme Säure und ist im Geschmack sehr fein. Ein international bekannter und beliebter Wein.

Der Gelbe Muskateller ist eine alte Sorte, die es warm mag und im Weingarten unkompliziert ist. Die Ernte findet eher spät statt, damit er sein breites Geschmacksspektrum entfalten kann. Er kann auch als Schaumwein ausgebaut werden und betört durch seine feinen Muskattöne und seine fruchtige Säure. Ein Wein, der das Herz erfreut und ein schöner Speisebegleiter ist. 

Der Muskat Ottonel war früher auch als "Feinschmeckerter" bekannt, so beliebt ist er. Er mag es gerne warm, darum fühlt er sich in Österreich im Nordburgenland, rund um den Neusiedlersee am wohlsten. Im Weingarten ist er eher anspruchsvoll, der Ertrag ist nicht immer hoch, auf Kälte und Nässe reagiert er empfindlich. Am besten trinkt man ihn jung oder als Süßwein und genießt ihn als Abschluss eines feinen Mahls, vielleicht mit einem Stück Kuchen. 

Der Grauburgunder, auch Pinot Gris, Grauer Mönch, Grauer Riesling oder Ruländer genannt gehört zur Familie der Burgunder. Er wurde auch von den Zisterziensern nach Österreich gebracht, mit ein Grund, weshalb er mancherorts "Grauer Mönch" heißt. Die Reben des Pinot Gris sind dunkelgrau-rötlich gefärbt. In Österreich wächst er vor allem im Seewinkel, hier fühlt er sich besonders wohl, er mag es sonnig und liebt nährstoffreiches Terroir. Als Wein ist er säurearm, zuckerreich, hat ein reichen, fast öligen Körper und je nach Lesezeitpunkt, Ort und Art des Ausbaus kann er spritzig-fruchtig, bis hin zu honigartig-süß schmecken und das mit einem eindrucksvollem Bukett. Er ist auf der ganzen Welt beliebt und wird auch an vielen Orten angebaut. 


Weißwein Österreich - wie wird Weißwein hergestellt?

Wer sich schon einmal mit der Herstellung von Rotwein auseinandergesetzt hat, weiß auch schon fast alles über die Weißweinerzeugung: Die Trauben werden gelesen, abgebeert und gequetscht. Danach wird die Maische relativ schnell in der Weinpresse gepresst, schon nach ein paar Stunden, dabei entsteht der sogenannte Seihmost (das bedeutet, dass nur leicht gepresst wurde). Je leichter der ausgeübte Druck ist, desto besser - im besten Fall werden die Kerne nicht beschädigt. Aus dem übergebliebenen Trester kann dann Grappa hergestellt werden... Der Most hat dann rund zwei Tage Zeit und darf sich klären. Der nächste Schritt ist die Gärung, diese kann natürlich beginnen oder mit einer speziellen Hefe eingeleitet werden. Der Most beginnt zu blubbern, es entsteht der Sturm, der im Herbst schon gerne verkostet wird - Ziel ist aber, diesen Prozess abzuwarten, bis der Sturm sich in Wein verwandelt - das dauert rund 11 Tage. Nach der Klärung wird geschönt und dann kann der Wein ausgebaut werden, dafür gibt es die verschiedensten Methoden. Vom klassischen Ausbau im Stahltank bis hin zu Barrique-Fässern in verschiedensten "Toastungen" aus verschiedensten Hölzern ist alles möglich. Wenn der Wein fertig ist, kann er schließlich abgefüllt werden. 

Es gibt sogar Weißwein, der aus dunklen Trauben gemacht wird, das ist der Blanc de noir. 





 
 
 
 
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