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Österreichwein


Der Geschmack des Weines wird durch viele Faktoren beeinflusst, so schmeckt dieselbe Rebensorte mit der selben Art des Ausbaus im selben Ort trotzdem anders. Dafür gibt es einige Gründe, auf ein paar möchten wir hier kurz eingehen:

Österreichwein - Das Wissen und Können der Winzerin/des Winzers: 

Winzerinnen und Winzer leisten viel, bis der köstliche Wein in der Flasche ruht. Sie müssen viel Wissen über den Weingarten mitbringen - so müssen im Weingarten Schneidearbeiten durchgeführt werden, manchmal werden Drähte ausgetauscht, Bewässerungsschläuche neu verlegt oder repariert. Der Boden muss bearbeitet werden, das Laub muss geschnitten und zum Draht gebunden werden. Zwischendurch muss Weinreben ausgegeizt werden, dabei werden überflüssige Triebe entfernt - ähnlich wie bei Tomatenpflänzchen, denn so gibt es zwar weniger Früchte - aber diese schmecken dann viel besser. Wenn dann die ersten Reben wachsen muss immer wieder das Laub nachgeschnitten werden, damit sie genug Sonne abbekommen, im Sommer müssen sie dann "nur" wachsen.

Die Arbeit geht auch nicht aus: Manchmal müssen Schädlinge bekämpft werden, Rehe und Vögel von den Trauben, bzw. den jungen Weinstöcken ferngehalten werden. Nach der Lese beginnt die Arbeit im Weinkeller, hier braucht es das technische Know-How, Geduld und tägliche Pflege, zum Beispiel bei der Batonnage. Während es draußen kalt ist und ruhiger wird, geht es im Weinkeller erst richtig los. Es ist ein herausfordernder und kreativer Beruf - und am Ende gibt es ein Produkt, mit dem viele Menschen Freude haben.

Österreichwein - Die Eigenschaft der Rebsorte:

Jede Sorte hat ihren eigenen Charakter und verlangt nach der richtigen Pflege während des Weinjahres. Auch der Lesezeitpunkt orientiert sich an der Sorte, manche werden früher, manche erst später geerntet - all das entscheiden die Winzerinnen und Winzer jedes Jahr und oft sind es nur einige, wenige Stunden, in denen sie lesen können und müssen, damit die Trauben mit der optimalen Süße bei bestem Wetter geerntet werden können. Mit ein Grund, warum viele Winzerinnen und Winzer im Herbst besonders viel zu tun haben. Sobald der Wein im Fass oder im Stahltank ist, wird es dann etwas ruhiger...

Österreichwein - Die Beschaffenheit des Bodens (Terroir): 

Je nach Zusammensetzung des Bodens finden sich Geschmacksnuancen im Wein wieder, fühlen sich bestimmte Rebensorten wohl (oder eben nicht). Wo es im Gemüsegarten viel Dünger und Humus braucht, mögen Weine es eher karg - bei zu humösen Böden wachst zwar alles wie wild, leider tut es dem Geschmack aber kein Gutes. Das Schöne am Österreichwein ist, dass wir durch die verschiedenen klimatischen Bedingungen verschiedenste Böden haben und darum einen unglaublichen Reichtum an Sortenvielfalt haben. Denn es gibt für die Rebensorte, die hügeliges und eher kühlere Landstriche bevorzugt passende Weingärten, aber auch für Rebensorten, die lange, warme und niederschlagsarme Monate brauchen. Wir haben einfach alles.

Österreichwein - Das jeweilige Klima: 

Das Klima bestimmt den "Wohlfühlfaktor" für die Rebensorten, manche sind robuster, wie zum Beispiel der Zweigelt, manche mögen es lieber warm und windgeschützt, wie der Muskat Ottonel. Österreich liegt in drei verschiedenen Klimazonen, im Westen alpin, im Süden mediterran und im Süden pannonisch-warm. Rebstöcke brauchen eine gewisse Temperatur - im Sommer sollte es in den Nächten nicht zu kalt werden und es braucht eine bestimmte Anzahl an Sonnenstunden. 

Durch den Klimawandel werden sich in einigen wenigen Jahren vielleicht ganz neue Rebensorten bei uns wohlfühlen und andere verdrängen. Hier braucht es Weitsicht und unternehmerischen Mut, auch neue Rebsorten anzupflanzen. 

 
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